Meine persönliche Einstellung zu Kampfsport

Mein Hobby – Meine Leidenschaft – Kampfsport

Seit meiner frühesten Kindheit (Kindergarten) betreibe ich Kampfsport.

Aus der „Not“ heraus geboren, dass meine Eltern wollten, dass ich mich wehren kann gegen Pausenplatzpöbeleien ist so ein Hobby in mein Leben gekommen, welches mich bis heute prägt und mir viel Freude, Reisen in andere Länder und Freunde rund um den Globus beschert hat.

Hier möchte ich ein paar Aussagen und Definitionen über mein Hobby festhalten.

Meine persönliche Einstellung zur Kampfkunst

Grundsätzlich kann man Kampfkunst oder -sport auf verschiedene Arten angehen – wie so Vieles im Leben.

Auch meine Einstellung dazu hat sich über die Jahre geändert.
Wie oben bereits erwähnt begann ich das Hobby „Selbstverteidigung“ aus dem Antrieb heraus mich wehren zu können. Was schon damals relativ schnell und effektiv funktioniert hat.

Mit wachsendem Alter – typisch Mann werden jetzt viele sagen – kam der Wettkampfgedanke dazu.
Durch meinen schweren Skiunfall im Alter von 19 Jahren und die dadurch verursachte Unmöglichkeit, weiter an Wettkämpfen teilzunehmen ohne das Risiko, nie mehr richtig laufen zu können, begann ich Kampfkunst mehr vom Blickwinkel der Kunst und Fertigkeit und damit auch den philosophischen Aspekt der Sache zu betrachten. Es setzte jener Effekt ein, den ich heute noch jedem Interessierten, wärmstens empfehlen möchte:

Die asiatische Philosophie und die damit verbundene „innere Ruhe“ und die Fähigkeit „das Leben als Verbund von Aktionen und Reaktionen“ oder „Energie und seiner Verlagerungen“ zu sehen hat mir persönlich Aspekte in meinem Leben eröffnet, die für mich stimmig Vorgänge erklären und begreifbar machen, die sich ganz alltäglich abspielen. Nicht zuletzt in meiner beruflichen Laufbahn und den Rollen als Vorgesetzter hat das „Weitergeben von Wissen“ einen enormen Stellenwert eingenommen und die Einsicht, dass man ein Wissen erst begreift, wenn man in der Lage ist, es jemandem weiter zu vermitteln.

So begreife ich Kampfkunst heute als den Versuch (an dem ich selber noch täglich teilweise scheitere) – was zum Prozess dazugehört – Demut und Geduld walten zu lassen.
Die Ruhe, die mit „echtem Wissen“ einkehrt und die Fähigkeit auch „weniger wissende Personen“ in Teilaspekten einer Sache als „Lehrer“ an zu erkennen, spielt dabei eine tragende Rolle. So sind denn auch Personen, die Dir die Ehre erweisen, von Dir lernen zu wollen, selbst wiederum „Lehrer“ und „Leitperson“ für den Ausbildenden, denn sie fordern dich auf, dich mit deinem Wissen und damit mit Dir selbst auseinander zu setzen. Aber auch Personen, die Dir ein Problem stellen, Dir dein Scheitern in einer Sache vor Augen führen oder welche nicht mit Dir einer Meinung sind, tragen zu Deinem persönlichen Lernen bei – wenn Du denn bereit bist, das für Dich selber anzunehmen.

Kampfkunst hält gesund. Geistig und körperlich – und es ist schon erstaunlich, zu was der menschliche Körper in der Lage ist und auch mit wie wenig Kraftaufwand beabsichtigte Reaktionen und Bewegungen beim Trainingspartner oder Gegner initiiert werden können.

Auch das ist ein Learning, das ich für mein alltägliches Leben aus den Künsten mitnehmen konnte.
Wenn etwas mit wenig Kraft und Aufwand geht, dann ist es richtig.
Manchmal braucht es den richtigen Hebel – oder übertragen „den richtigen Ansporn“ um etwas „zum Laufen“ zu bringen.

Ihr merkt, bei diesen philosophischen Ansätzen, geht mir das Herz auf und ich könnte stundenlang darüber reden.

Allgemein gesagt, kann man aber formulieren, dass die Begeisterung für die „alten Künste“ aller Zivilisationen der Erde (Kampfkunst gibt es nämlich längst nicht nur in Asien) mit jeder Betrachtung für mich lebendig bleibt und die Faszination darüber steigt und mir eine enorme Befriedigung gibt.

An dieser Stelle möchte ich auch ein riesiges Dankeschön für alle Lehrer, Trainingspartner, Freunde der Künste und Wissenden aussprechen, die mir das Vergnügen bereiteten, mich auf meinem bisherigen Lebensweg mit Ihnen auszutauschen und von Ihnen zu lernen.

Domo arrigato o’seimas sensedi.

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